Marcus Viefeld

Ihr Bundestagskandidat im Leipziger Norden

Marcus Viefeld | Ihr Bundestagskandidat für den Leipziger Norden

134.014 Bürger sollte man nicht einfach ignorieren

Die Petition gegen Internetsperren konnte bis gestern mitgezeichnet werden – und unglaubliche 134.014 besorgte Bürger haben die Möglichkeit genutzt, und sich gegen die geplanten Internetsperren ausgesprochen.

Es mutet wie ein schlechter Witz an, dass sich just in der gleichen Woche die Grosse Koalition auf den Gesetzentwurf zur Netzzensur einigt und dieser bereits morgen im Bundestag beschlossen werden soll.

Die Mitzeichner der Petition scheinen da nur eine lästige Randnotiz zu sein. Die Petentin wird zwar noch vom Petitionsausschuss eingeladen, damit sie ihre Positionen vorbringen kann, aber ansonsten wird das wohl ziemlich verpuffen.

Das ist aus mehreren Gründen verherrend:

  • zum einen sind die Bedenken, die gegen die geplanten Netzsperren sprechen, auch weiterhin nicht aus der Welt geräumt. Mehrfach wurde von verschiedenen Seite darauf hingewiesen, dass diese Sichtblenden die eigentlichen Verbrechen nur verdecken – aber leider nicht bekämpfen. Siehe dazu zum Beispiel die PM vom Arbeitskreis Zensur.
  • weiterhin befürchte ich ein Zunehmen der Politikverdrossenheit. Über 130 Tausend Bürger haben ein Anliegen innerhalb von 4 Wochen im Internet formuliert und zum Ausdruck gebracht – und die Regierung schaut einfach weg. Dann, liebe Bundesregierung, seit doch bitte so ehrlich und schaltet die Online-Petitionen komplett ab!

Die Einschätzung, dass eine ganze Generation von “digital natives” (also jene Internet-Nutzer, die von Anfang an dabei waren oder ganz selbstverständlich in das web reingewachsen sind) regelrecht vor den Kopf gestossen wird, teile ich weitestgehend. Auch mit dem (neu aufgekommen) Begriff der “Generation C64” finde ich mich wieder. Irgendwie beschleicht einem das Gefühl, von Leuten regiert zu werden, die von der Materie keinen Plan haben. Und man wird durch entsprechende Interviews in dieser Ansicht auch noch bestärkt.

Ich habe heute leider keine Hoffnung mehr, dass die Netzsperren morgen doch noch verhindert werden. Es liegt daher auch an der nächsten Regierung, hier wieder die Masstäbe gerade zu rücken. Und auch die über 134.000 Bürger zu Wort kommen zu lassen, bevor man Gesetze verabschiedet!

Unsere freiheitliche Gesellschaft erleidet mit Zensur, Verbot und einer scheinheiliger Symbolpolitik nur weiteren Schaden!

Nachtrag: Kaum war ich mit dem Texten hier fertig, habe ich einen ganz ähnlichen Beitrag auf zeit.de gesehen. Den ich natürlich herzlich empfehle :)

Mal ganz blöd gefragt!

Wenn jetzt jeder, der nicht anständig wirtschaften kann, vom Staat Hilfe bekommt – warum muss man sich dann eigentlich noch anstrengen?

Genau: Opel, Karstadt, HRE… sie stehen beim Staat Schlange und Herr Steinbrück bekommt die Tür kaum noch zu.
Und der Wettbewerber, der seinen Betrieb gewissenhaft geführt hat, ist der Dumme.

Doppelt bitter:
Ich habe eine ungefähre Idee, wer sich um den Schuldenberg kümmern darf. In der Zukunft… da kann einem die Lust am arbeiten (und Steuern verdienen) fast vergehen.

Spannende Einsichten bei Podiumsdiskussion

Ich durfte auf Einladung des Bürgervereins Sellerhausen am Mittwoch an dem 5. Sellerhauser Gespräch teilnehmen. Unter dem Titel “Können uns diese Politier helfen?” ging es natürlich um die bevorstehende Stadtratswahl und die Sorgen und Nöte der Bürger in Sellerhausen-Stünz.

Dabei kam auch die Sprache auf die schleppenden Vorgänge in der Verwaltung. In meinen Augen hat sich die Verwaltung schon lange verselbständigt. Auf diesen Hinweis von mir folgte eine bemerkenswerte Aussage von Frau Dr. Kästner, SPD-Stadträtin:

Die Verwaltung sieht den Stadtrat als Feind an.

Eine aufschlußreiche Einsicht, die ich von einer SPD-Stadträten nicht vermutet hätte. Denn schliesslich ist der Chef der Verwaltung niemand anderes als der Oberbürgermeister Burghard Jung, SPD!

Auch wenn diesmal nicht über den Oberbürgermeister abgestimmt wird, so sollten sich die Bürger der Stadt Leipzig diese Aussage schonmal vormerken. Die nächste Oberbürgermeisterwahl kommt bestimmt – wenn auch voraussichtlich erst 2013.

Die Liberalen fordern schon lange effektive, auf den Bürger zugeschnittene Verwaltungsvorgänge. Der Servicegedanke muss auch hier einen festen Platz haben!

Heftige Proteste gegen Sperrungen im Internet

Ich hatte bereits über die geplanten Internetsperren berichtet und deren Sinnhaftigkeit in Frage gestellt. Inzwischen gibt es nicht nur eine Petition, die mit 50.000 Unterzeichnern innerhalb von 4 Tagen ein deutliches Zeichen gesetzt hat (inzwischen haben sogar über 88.000 unterschrieben!), es mehren sich glücklicherweise auch die Stimmen, die sich kritisch zu den Vorhaben der Bundesfamilienministerin äusseren.

Die bislang deutlichsten Worte fand die Sendung “ZAPP” im NDR-Fernsehen, wo insbesondere auch Opfer von Kindesmisshandlungen zu Wort kommen.

Absolut sehenswert:

gefunden bei netzpolitik.org

Meine Rede beim Bundeskongress der Jungen Liberalen

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