Wahlkampf-Werbung ist meist plakativ und soll Positionen der Parteien kurz und bündig auf den Punkt bringen.
So wirbt die SPD aktuell im Bundestagswahlkampf mit dem Motiv einer jungen Frau und dem Satz daneben: “Bildung darf nicht vom Konto der Eltern abhängen. Und deshalb wähle ich SPD.” Unschwer zu erkennen, dass sich die SPD gegen Studiengebühren wendet. Was man auch hier nachlesen kann, samt dem angesprochenen Plakatmotiv.
Wie es der Zufall so will, ist die abgebildete Studentin allerdings einen anderen Weg gegangen. Sie studiert(e) am European Business College (EBC) Düsseldorf, das sich nach eigener Darstellung “ausschließlich durch Studiengebühren” finanziert. Mit 590,- EUR im Monat im übrigen auch nicht gerade wenig und deutlich mehr, als in den paar wenigen Bundesländer veranschlagt werden, in denen es bereits Studiengebühren gibt.
Die Information über ihr Studium kann man ihrem XING-Profil entnehmen, auf dessen Verlinkung ich bewusst verzichte. Ihr Name wird in den verschiedenen Sozialen Netzwerken gerade eh schon hoch und runtergetratscht.
Ich habe aber einen Screenshot ihres XING-Profiles hinterlegt, von heute nachmittag.
Das passt wieder wunderbar ins Bild. Die SPD wirbt für ein gebührenfreies Studium, während sich ausgerechnet die abgebildete Studentin gegen das kostenlose Studium und für eine kostenspielige, privat Universität entschieden hat. Wasser predigen, aber doch lieber Wein trinken.
Christian Wohlrabe von der Jungen Union hat es direkt treffsicher auf den Punkt gebracht:

(via facebook bzw. twitpic)
PS: Auch die LVZ wird das Thema am Freitag aufgreifen.

Drei Tage, zwei Nächte, ein Festival. Bereits zum 13. Mal feierten die Freunde der elektronischen Tanzmusik auf der SonneMondSterne im sonst so beschaulichen Saalburg (Thüringen) mit den besten Acts und DJs, die die Szene zu bieten hat.