beschleicht mich, nachdem ich diesen Artikel im Stern über zwei festgesetzte Muslime gelesen habe.
Da wird ein Student islamischen Glaubens einfach mal für mehrere Tage “festgesetzt” (sprich: seiner Freiheit beraubt!), nur weil ein Freund mit einem bekannten Touristen Terroristen (natürlich!) mal zusammengetroffen ist. Vor 6 Jahren! Die Richterin entscheidet mal flugs “Sicherheit vor Freiheit” und findet eine mehrtägige Ingewahrsamnahme für gerechtfertigt. Mit einer in meinen Augen perfiden Argumentation:
“An die Wahrscheinlichkeit eines Schadenseintritts sind umso geringere Anforderungen zu stellen, je größer und folgenschwerer der möglicherweise eintretende Schaden ist.”
Das heisst ja folglich: Wenn die Ermittlungsbehörden davon ausgehen, dass ein mutmasslicher Anschlag in der Dimension von 9/11 ansteht, kann – nein: muss! – jeder halbwegs Verdächtige erstmal festgesetzt werden. Egal, ob es belastbare Beweise gibt.
Ganz ehrlich: Ich bin sprachlos, dass so etwas in unserem Rechtsstaat möglich ist. Und hoffe inständig, dass es die Anwältin des Studenten nicht dabei belässt, sondern gegen dieses Verhalten vorgeht.
Passend zu dieser Geschichte wird einem wieder deutlich, wie nah das folgende Video der Realität doch schon ist:




















